Sperrt eure Pferde ein - die Guns Of Moropolis lassen die Sporen glühen. In einer düsteren
Westernbar im Schwabenland im Jahr 2009 aus der Taufe gehoben, haben sie nach einer doppelten
Runde Whiskey dem Teufel ihre Seele verpfändet. Dieser gab ihnen nicht nur die schönsten Mädchen
sondern auch das Rezept für den perfekten Sound. Rockabilly war gestern – heute herrscht
Metalbilly. Die Guns Of Moropolis schmissen die Gläser an die Wand, stiegen auf ihre Pferde und
ritten ins Studio. Mehr als ihre Instrumente, ein paar Stangen Dynamit und Flüssignahrung brauchte
das Trio nicht – Songs wie McBoogie oder In Dynamit We Trust schossen wie von Teufelshand aus
den Gitarren. Die Jungs wussten nicht wie ihnen geschah. Lag es am Whiskey oder doch an den
ungewöhnlichen Klängen der Songs? Doch was zauberten die Jungs? Endlich wird das Rätsel gelöst.
Dabei offenbart sich das Debütalbum der Schwaben als wahre Wundertüte. Straighter Metal macht
groovigem Rockabilly schöne Augen – es funkt sofort. Raus in die Welt! Dabei führt es die frisch Verliebten in staubige Saloons (McBoogie, Robert The Hero), zu Roy Orbisons Geburtstagsparty
(Roy's Party) oder fluffig in die 80er Jahre (In Dynamit We Trust). Doch bei aller Trunkenheit, werden
die Gefühle nicht vergessen. So zeigen sich die Guns Of Moropolis bei GOM von ihrer sensiblen Seite.
Nur mit einem Piano bekleidet, offenbart Frontröhre August Paulsen seine melancholische Seite.
Haltet die Taschentücher bereit. Jedoch ist auch ein Musiker nie vor einer Niederlage gefeilt. Die
Welt steht eben nicht immer auf der Seite der Helden. Es wäre jedoch gelacht, wenn man daraus
keinen Song machen kann. Handsome Gun ist das Resultat und schickt den Hörer in die dunkelste
Ecke der Titty Twister Bar. Die Vampire feiern, die Mädels tanzen und der Barkeeper haut eine Runde
nach der nächsten raus. Also haltet die Augen und Ohren offen. Wenn ihr es knallen hört und es nach
Ausschweifung riecht, können die Guns Of Moropolis nicht weit weg sein. |